Was, wenn du schon alles „richtig“ machst und es dir trotzdem jedes Jahr schlechter geht? Almut hat gesund gegessen, Yoga gemacht, Omega-3 genommen und auf ihren Schlaf geachtet. Trotzdem kamen Migräne mit Aura, eine bleierne Schwere und schließlich ein Krampfanfall an ihrem Geburtstag. Sechs Wochen nach unserem ersten Gespräch saß eine andere Frau vor mir: lachend, aufrecht, voller Lebensfreude.
Almut ist 61 und seit dem Sommer 2025 Klientin bei mir im 1:1-Coaching und in der Akademie für Lebendigkeit. In meinem Podcast hat sie erzählt, was sich verändert hat. In diesem Ratgeber findest du ihre Geschichte und wie du Selbstliebe lernen kannst. Dazu bekommst du die Spiegelübung, die für Almut alles ins Rollen gebracht hat.
Das Wichtigste in Kürze
- Almut war erschöpft, obwohl sie gesund gelebt hat. Ernährung, Bewegung und Nahrungsergänzung allein haben nicht gereicht.
- Der erste Schritt war eine neue Frage: nicht „Warum geht es mir so schlecht?“, sondern „Was kann ich tun, damit es mir besser geht?“
- Kleine tägliche Rituale wie Meditation, Ölziehen und Zitronenwasser wurden zu ihrem Anker, gemacht mit voller Aufmerksamkeit statt als Checkliste.
- Eine Spiegelmeditation hat ihr gezeigt, wie sich Selbstliebe anfühlt. Ihr Satz seitdem: „Ich liebe das Leben und ich liebe mich.“
- Medizinisch war alles abgeklärt. Die innere Arbeit hat die ärztliche Versorgung ergänzt, nicht ersetzt.
Inhalt (11 Abschnitte)
- Wer ist Almut?
- Erschöpft, obwohl sie alles richtig gemacht hat
- Der Wendepunkt: Wie-Fragen statt Warum-Fragen
- Selbstliebe lernen mit der Spiegelmeditation
- Kleine Rituale, die wirklich halten
- Was sich in sechs Wochen verändert hat
- Offen bleiben für neue Wege
- Was Lebendigkeit heute für Almut bedeutet
- Das ganze Gespräch mit Almut im Podcast
- Häufige Fragen
- Fazit: Fang bei dir an
Wer ist Almut?
Almut ist 61, verheiratet und seit über 30 Jahren selbstständig. Sie beschreibt sich selbst als eigentlich sehr positiven Menschen. In den letzten Jahren haben sich aber Schicksalsschläge gesammelt: der Tod ihrer Eltern, Konflikte in der Familie, gesundheitliche Krisen. 2012 hatte sie nach einem sogenannten Broken-Heart-Syndrom einen Schlaganfall, von dem dank schneller Behandlung nichts zurückgeblieben ist.
Danach hat sie ihr Leben umgestellt: Sie isst seit zwölf Jahren „den Regenbogen“, bewegt sich, macht Yoga und achtet auf Schlaf und Nährstoffe. Und doch wurde die Schwere in ihrem Körper immer größer.
Erschöpft, obwohl sie alles richtig gemacht hat
Vor etwa einem Jahr begann die Migräne mit Aura. Almut hatte keine Lust mehr auf Treffen, keine Motivation, und morgens wollte sie die Decke über den Kopf ziehen. Ende Mai, an ihrem Geburtstag, hatte sie einen Krampfanfall. „Das hat mir wirklich den Boden unter den Füßen weggezogen“, sagt sie.
Sie wurde gründlich untersucht, mit CT, MRT und kardiologischen Kontrollen. Der Neurologe sagte: neurologisch gesund. Für mich war es trotzdem das Erste, was ich gefragt habe, denn bei solchen Vorgeschichten wäre es fahrlässig, nur zu meditieren. Erst als klar war, dass sie medizinisch gut versorgt ist, haben wir gemeinsam weitergeschaut.
„Ich lebe gesund, ich schlafe gut, ich mache Morgen- und Abendroutinen. Warum geht es mir trotzdem so schlecht?“
Almut
Rückblickend sagt Almut: Die äußeren Dinge waren wichtig, aber „da oben“ hat sich nichts verändert. Viel Anspannung, alte Themen und die ständige Grübelei haben ihren Körper verkrampft. Wenn dich das an dich selbst erinnert, findest du in meinem Ratgeber zu Erschöpfung und ständiger Müdigkeit sieben Ansätze für mehr Energie im Alltag.
Der Wendepunkt: Wie-Fragen statt Warum-Fragen
Auf Almuts Nordic-Walking-Runde hatte sie eine meiner Podcastfolgen im Ohr und dachte: Das ist genau meins. Ihr Mann hat sie bestärkt, sich bei mir zu melden. Schon im Kennenlerngespräch hat sich etwas gelöst. Almut hatte sich jahrelang mit der Frage zermürbt, warum alles so ist, wie es ist. „Wie ein Korkenzieher, der sich immer tiefer reinbohrt“, sagt sie.
Dein Unterbewusstsein liefert dir auf jede Frage eine Antwort. Fragst du „Warum fühle ich mich so klein?“, bekommst du immer neue Gründe dafür, warum du klein bist. Fragst du „Was kann ich tun, damit ich mich groß fühle?“, richtet sich dein Fokus auf Lösungen. Der Gedanke ist ähnlich, die Richtung ist eine ganz andere. Mehr dazu, wie solche inneren Sätze entstehen, liest du im Ratgeber Glaubenssätze auflösen.
- Statt „Warum geht es mir so schlecht?“ frag: „Was kann ich heute tun, damit es mir ein bisschen besser geht?“
- Statt „Warum schaffe ich das nie?“ frag: „Wie fühle ich mich, wenn ich oben auf dem Berg stehe?“
- Statt „Warum bin ich so schwach?“ sag dir: „Mein Körper ist stark, und ich vertraue ihm.“
Selbstliebe lernen mit der Spiegelmeditation
In einem unserer 1:1-Calls erzählt Almut nebenbei, dass sie sich nach dem Duschen im Spiegel gesehen und sich selbst die Zunge rausgestreckt hat. Sie fand das im Nachhinein traurig. Ich habe sie gebeten, einen Spiegel zu holen, und wir haben spontan eine Spiegelmeditation gemacht, etwa acht Minuten lang.
Almut sollte sich in die Augen schauen. Etwas, das die meisten von uns nur beim Wimperntuschen tun. Ich habe sie durch ihr Gesicht geführt, Falte für Falte, mit liebevollem Blick. „Ich habe mich mit ganz anderen Augen gesehen“, sagt sie. „Ich glaube, das werde ich mein Leben lang nicht vergessen.“

Seitdem umarmt sich Almut, schaut sich jeden Tag bewusst im Spiegel an und sagt sich einen Satz, den Sebastian in der Akademie geschrieben hat:
„Ich liebe das Leben und ich liebe mich.“
Almut
Selbstliebe heißt dabei nicht, sich toll zu finden oder sich alles schönzureden. Es heißt, dich selbst anzunehmen, wie du gerade bist, dir etwas wert zu sein und gut für dich zu sorgen. Almut sagt es so: „Ich muss es mir selbst wert sein, dass ich die Umstände ändere.“
So probierst du die Spiegelübung selbst aus
- Nimm dir zwei bis fünf Minuten und such dir einen Spiegel, in dem du dein Gesicht gut siehst.
- Atme drei Mal tief ein und aus. Lass die Schultern sinken.
- Schau dir in die Augen, nicht auf die Haut oder die Haare. Halte den Blick, auch wenn es sich ungewohnt anfühlt.
- Betrachte dich so, wie du einen lieben Menschen anschauen würdest. Was siehst du, wofür bist du dankbar?
- Sag dir einen Satz, zum Beispiel „Ich liebe das Leben und ich liebe mich“ oder „Ich bin gut, so wie ich bin“.
Wenn das noch nicht geht, ist das völlig in Ordnung. Dann schau einfach in den Spiegel, nimm drei tiefe Atemzüge und sei dankbar, dass du dich getraut hast. Bei manchen Menschen kommen dabei starke Gefühle hoch. Wenn dich die Übung überfordert, mach sie lieber mit Begleitung.
Kleine Rituale, die wirklich halten
Almut hat schon vorher meditiert und Yoga gemacht, aber eher nebenbei. In der Akademie für Lebendigkeit gibt es jeden Mittwoch um 5:15 Uhr eine gemeinsame Silent-Meditation, 15 Minuten in Stille, jede für sich und doch gemeinsam. Beim ersten Mal hat Almut nichts erwartet. Nach etwa fünf Minuten wurde sie ruhig, und sogar der ungeliebte Schneidersitz fühlte sich entspannt an. „Ich hätte da noch ewig sitzen können.“

Heute sieht ihre Morgenroutine so aus:
- Zungenreinigung und Ölziehen, das macht sie schon lange.
- Ein Glas Zitronenwasser.
- Meditation, so lange, wie ihr Körper es möchte. Mal fünf Minuten, mal eine Viertelstunde, bei offenem Fenster, wenn die Sonne hinter dem Wald aufgeht.
- Yoga direkt danach, bevor der Tag beginnt.
Der Unterschied liegt nicht in den Übungen, sondern in der Haltung. Viele Menschen haken ihre Routine ab wie eine Checkliste. Almut macht sie, weil sie ihr guttut, mit einer anderen Intention. Und genau deshalb hält sie sie auch an schlechten Tagen durch. Wie du Routinen findest, die auch nach Urlaub oder Krankheit bleiben, liest du im Ratgeber Dranbleiben lernen.
Mein Tipp
Quetsch deine Routine nicht in einen Kalender, der schon übervoll ist. Frag dich lieber, wo du fünf Minuten weniger aufs Handy schaust. Und wenn wirklich keine Zeit da ist, darfst du deinen Alltag so verändern, dass wieder Platz für dich entsteht.
Was sich in sechs Wochen verändert hat
Almut erzählt im Podcast von Veränderungen, mit denen sie selbst nicht gerechnet hat:
- Keine Migräneattacken mehr seit unserer Zusammenarbeit.
- Freier atmen: Das Engegefühl in der Brust ist weg. Ihr Asthmaspray braucht sie nur noch als Backup bei großen Anstrengungen.
- Kaum noch Schmerzen, den Osteopathen braucht sie im Moment nicht mehr.
- Aufrechte Haltung: Mit 1,80 m hatte sie sich lange klein gemacht. Heute sitzt sie bewusst groß, „weil ich wer bin“.
- Lebensfreude: Sie freut sich wieder auf Verabredungen, steht morgens gern auf und hat eine Schulfreundin nach 30 Jahren wiedergefunden.
Das sind Almuts persönliche Erfahrungen und kein Versprechen für jeden Menschen. Jeder Körper und jede Geschichte ist anders. Was ich aber immer wieder sehe: Wenn du dich innerlich nicht mehr verkrampfst, freier atmest und aus dem Kampfmodus kommst, kann dein Körper vieles besser regulieren. Auch dein Nervensystem, deine Atmung und deine Muskeln hängen zusammen.
Offen bleiben für neue Wege
Almut hat zusätzlich an einer energetischen Wirbelsäulenaufrichtung mit Kerstin Hemmersbach teilgenommen, die schon bei mir im Podcast zu Gast war. Sie war unsicher, ob das „Hokuspokus“ ist. Meine Antwort: Das musst du für dich entscheiden. Wenn es dich anspricht, probier es aus. Für Almut war es ein weiterer Dominostein, vor allem auf der mentalen Ebene.
Ich glaube, du musst nicht alles erklären können, was dir guttut. Wichtig ist die Offenheit. Wenn du innerlich sagst „So ein Blödsinn“, wird keine Methode wirken. Energetische Methoden sind ein Angebot, kein Muss, und sie ersetzen keine medizinische Behandlung.
Was Lebendigkeit heute für Almut bedeutet
„Heute früh bin ich durch den Wald gegangen. Es hat nach Tannenzapfen und Waldboden gerochen. Das habe ich bis jetzt nicht wahrgenommen. Das ist für mich Lebendigkeit.“
Almut
Und ihre Botschaft an dich, wenn sie allen Hörerinnen und Hörern eine Nachricht schicken könnte? Ein Bild der Sonne und zwei Worte: Carpe diem. Nutze den Tag.
Das ganze Gespräch mit Almut im Podcast
Podcast · Video
„Wie Selbstliebe mein Leben rettete“
Das Video lädt erst, wenn du auf Abspielen klickst.
Das Gespräch dauert rund 85 Minuten. Hier springst du direkt zu den wichtigsten Stellen:
- 0:00 Die Spiegelmeditation in Almuts Worten
- 6:30 Wie es Almut ging, als sie zu mir kam
- 8:43 Der Krampfanfall an ihrem Geburtstag
- 11:28 Warum-Fragen und Wie-Fragen
- 23:49 Endlich wieder frei atmen
- 27:06 Warum die ärztliche Abklärung wichtig ist
- 45:56 „Ich mache doch schon alles richtig“
- 48:08 Silent-Meditation um 5:15 Uhr und Morgenroutine
- 58:47 Platz im Alltag schaffen
- 1:05:16 Selbstliebe lernen vor dem Spiegel
- 1:17:58 Was Lebendigkeit für Almut bedeutet
Lieber nur hören? 🎧 Hier geht’s zur Folge auf Spotify.
Häufige Fragen
Wie kann ich Selbstliebe lernen?
Selbstliebe lernst du in kleinen, täglichen Schritten: dir selbst freundlich in die Augen schauen, dir einen liebevollen Satz sagen, gut für deinen Körper sorgen und dir Zeit für dich nehmen. Hilfreich sind Übungen wie die Spiegelmeditation und die Frage „Was kann ich heute für mich tun?“ statt Selbstkritik.
Was ist eine Spiegelmeditation?
Bei einer Spiegelmeditation schaust du dir einige Minuten lang bewusst in die Augen und betrachtest dich mit liebevollem Blick, oft begleitet von ruhigem Atmen und einem positiven Satz wie „Ich liebe mich“. Sie kann ungewohnt sein und starke Gefühle auslösen. Fang mit zwei bis drei Minuten an.
Warum helfen Wie-Fragen mehr als Warum-Fragen?
Warum-Fragen lenken deinen Fokus auf das Problem und liefern dir immer neue Begründungen dafür. Wie- und Was-Fragen lenken deinen Fokus auf Lösungen und auf das, was du selbst beeinflussen kannst. So kommst du leichter ins Handeln.
Was tun, wenn ich trotz gesunder Lebensweise erschöpft bin?
Lass zuerst ärztlich abklären, ob körperliche Ursachen dahinterstecken. Wenn medizinisch alles in Ordnung ist, lohnt sich ein Blick nach innen: Stress, alte Belastungen, Anspannung und die Art, wie du mit dir selbst sprichst. Kleine Rituale, Meditation und Begleitung können dabei helfen.
Ersetzen Coaching und Meditation eine ärztliche Behandlung?
Nein. Bei Beschwerden wie Migräne, Atemnot oder Krampfanfällen gehört immer eine ärztliche Abklärung an erste Stelle. Mentale Arbeit, Routinen und Meditation können die Behandlung ergänzen, aber nicht ersetzen.
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Fazit: Fang bei dir an
Almuts Weg zeigt, dass Veränderung auch mit 61 und nach Jahren voller Schwere möglich ist. Nicht durch noch mehr Maßnahmen im Außen, sondern durch die Bereitschaft, nach innen zu schauen, Hilfe anzunehmen und sich selbst etwas wert zu sein. Der erste Schritt kann ganz klein sein: ein Blick in den Spiegel, drei tiefe Atemzüge, eine neue Frage.
Danke, liebe Almut, für deine Offenheit und dein Lachen. Wenn du spürst, dass du allein nicht weiterkommst, lass uns in einem kostenlosen Kennenlerngespräch gemeinsam draufschauen. Oder du kommst in die Akademie für Lebendigkeit und meditierst mittwochs um 5:15 Uhr mit uns.
Von Herzen,
Miriam
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Im kostenlosen Kennenlerngespräch schaut Miriam mit dir, was dein Körper gerade braucht und welcher nächste Schritt zu dir passt.
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Quellen
- Podcast „Sonne im Herzen, Regenbogen im Bauch“: „Wie Selbstliebe mein Leben rettete“, Gespräch mit Almut (14. August 2025)
Dieser Artikel gibt Almuts persönliche Erfahrungen und Miriams Sicht wieder und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung.
